Angeordnete Beratungen
Die Angeordnete kindesorientierte Beratung ist eine Möglichkeit einer deeskalierenden Intervention bei hochstrittigen Eltern zum Schutze der betroffenen Kinder. Die Eltern sind in der Verantwortung gemeinsam getragene Lösungen für ihr/ihre Kinder zu finden - nur sie können die Situation für ihre Kinder verändern. Die Arbeit mit den Eltern ist kindsfokkusiert, zielorientiert und interventionsorientiert.
Nur die Eltern können den Konflikt zum Wohle der betroffenen Kinder lösen, weil sie ihre Kinder gerne haben! Die behördliche oder gerichtliche Anordnung stellt dabei einzig den rechtlichen Rahmen dar für eine Beratung.
Das Angebot richtet sich an Behörden und Gerichte, welche mit der Situation hochstrittiger Eltern und deren Auswirkungen auf die Kinder konfrontiert sind. Es ist das Ziel, zeitnah eine von den Eltern gemeinsam getragene Regelung zu den strittigen Kinderbelange zu erarbeiten. Diese Intervention ist als vorsorgliche Massnahme gedacht. Mit einer rechtzeitigen Intervention sollen weitergehende Massnahmen verhindert werden.
Die Eltern werden
- in ihrer Rolle als Eltern angesprochen
- motiviert
- in ihren Verantwortlichkeiten unterstützt und
- dazu angehalten, tragfähige Entscheidungen auf Elternebene für die gemeinsamen Kinder zu treffen.
Sie handeln dazu transparente und verpflichtende Prozessvereinbarungen aus. Das Wohl der Kinder - oder eben die Frage "Wann und wie ist es den Kindern wohl?" - stehen im Zentrum der Beratungen.
In der Regel finden sechs bis zehn gemeinsame Gespräche mit den Kindseltern statt. Dazu auch ein Auftragsklärungsgespräch (bevorzugt direkt vor Ort mit den auftragegebenden Stellen; es kann auch telefonisch erfolgen). Welche Themen sollen angegangen und verändert werden? Wo liegt das Veränderungspotential bei den Eltern? Diese Punkte werden dann mit den Eltern bearbeitet. Der Blick geht radikal in die Zukunft - nicht mehr in die Vergangenheit, denn diese kann nicht mehr verändert werden.
Ich arbeite alleine und im Tandem. Im Beratungstandem, da ich überzeugt bin, dass es gerade bei hochstrittigen Elternsituationen angebracht und oft auch angezeigt ist, dass auch auf Seite der Beratenden beide Geschlechter abgebildet werden können. Zudem kann so auch nach dem Vierohren- bzw. Vieraugenprinzip gearbeitet werden. Alle Beratenden sind mehrjährig erfahrene FachtherapeutInnen im Interventionsprogramm für hochstrittige Eltern "Kinder aus der Klemme". Meine Tandemberaterinnen sind:
Marjana Guberac, Systemische Paar- und Familientherapeutin und Inhaberin der Praxis für Familien in Solothurn
Barbara Lussi, Sozialpädagogin und langjährige erfahrene Familienbegleiterin und Multifamilienarbeiterin und
Nuria Frank, M. Sc. Psychologin und Psychotherapeutin i. A.
Kontaktieren Sie mich bei Bedarf und Interesse.
Reto Baumann
Sozialarbeiter FH; systemisch-integrativer Paartherapeut HJI; systemischer Supervisor i. A.; Mediator BFH; Klärungshelfer und Fachtherapeut im Interventionsprogramm "Kinder aus der Klemme"

